#Draußen

Fugitivus errans

Ich reise heute mit dem ICE von Frankfurt am Main nach Locarno an den Lago Maggiore. Als ich mich auf meinen reservierten Platz setze und für einen Moment meine Tasche auf den freien benachbarten Platz stelle, blökt mich eine alte Frau vom gegenüberliegenden Sitz an: »Der ist besetzt!« Ich entgegne ein »Guten Morgen« und stelle…

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Von den Russen nach der Erstürmung des Reichstags inszenierte Fotografie.Fotograf: Jewgeni Chaldej, 2. Mai 1945
Von Mil.ru, CC-BY 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=80632310

Stell Dir vor es ist Krieg
und keiner geht hin

Bewundernd blicke ich in diesen Tagen auf die Ukraine. Der Präsident Wolodymyr Selenskyj führt mit starken und überzeugenden Argumenten und er geht mit gutem Beispiel voran. Seine Rhetorik hat Kraft, sein Auftreten zeugt von Empathie. Das Angebot der US-Regierung, sich ausfliegen zu lassen, hat er zu Beginn des Krieges abgelehnt und damit persönlichen Mut und Opferbereitschaft bewiesen.…

Fick dich ins Knie,
Melancholie

Die Woche war hart gewesen. Die Tage waren geprägt von Routinen und passierten eher, als dass ich sie erlebte. Die Aufgaben waren kräftezehrend, aber unbefriedigend. Sicher geglaubte oder begehrte Aufträge waren abgesagt worden. Spätabends kam ich nachhause, aß Mahlzeiten, die mir nicht schmeckten und trank mehr als mir guttat. Ich legte Platten auf, die Musik…


Vielleicht liegt der Strand unter dem Pflaster – auf dem Pflaster liegen jedenfalls »Stadtmuscheln« und weiteres Treibgut.

Treibgut und Stadtmuscheln

Wenn mein Sohn Leonard und ich durch die Stadt flanieren, dann streifen unsere Augen auch immer über den Boden, über den wir gehen. Er bemerkt dann in den Ritzen zwischen zwei Platten eine farbig schillernde Paillette, hebt sie auf und betrachtet sie im Licht der Sonne. Dann finde ich einen seltsam aussehenden Samen einer mir…

Zwei junge Frauen aus der Perspektive eines weißen alten Mannes

Frankfurt im Abseits

Diese Seite zeigt Bilder von Unorten, Bilder aus Nischen und abseitige Perspektiven. Mein Lehrer und Freund, Eckhard Neumann, bezeichnete Frankfurt in den 90er Jahren mal als ein »eloxiertes Flüchtlingsheim«, womit er auf das Nebeneinander von Nachkriegsbaracken, wie im Umfeld der Kleinmarkthalle bis heute zu sehen, und die glänzenden Fassaden der Hoch- und Geschäftshäuser anspielte. Eckhard…